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Ansari X Preis
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50 Millionen Dollar für ein Raumschiff
27.September 2004. Der Ansari X-Preis ist noch nicht gewonnen, da will ein Unternehmer bereits 50 Millionen Dollar Preisgeld für ein Raumschiff aussetzen, dass fünf bis sieben Personen zu einer Raumstation bringen kann.
Raumstation aufblasbar
Künstlerische Darstellung einer Raumstation mit aufblasbaren Komponenten (Bild: Bigelow Aerospace)
Wie die Fachzeitschrift Aviation Week and Space Technology berichtet, steht der amerikanische Unternehmer und Millionär Robert T. Bigelow (sprich: „biggelau“)hinter dem Vorhaben, mit seinem privaten Unternehmen, aber in enger Zusammenarbeit mit dem Johnson Space Center (JSC) der NASA, aufblasbare Komponenten für Raumstationen zu bauen. Das Unternehmen ist jetzt dabei, europäische und amerikanische Technologien wie zum Beispiel Lebenserhaltungssysteme in seine Testmodelle einzubauen.

Während der Blick der Öffentlichkeit auf die International Raumstation (ISS) gerichtet ist, hat sich Bigelow Aerospace zu einem Testzentrum für neue Technologien gemausert. Das JSC will Bigelow helfen, bis zum Ende dieses Jahrzehnts kommerziell nutzbare Raumstationsmodule zu bauen, die dann auch für den Aufbau von Missionen zu Mond und Mars genutzt werden könnten.

Aufblasbare Komponenten sind wesentlich effektiver als die üblichen starren Module, denn mit einem nutzbaren Innenraum von 330 Kubikmetern bieten sie 2,75 mal mehr Volumen als herkömmliche ISS Module und sind dazu wesentlich leichter, was die bisher astronomischen Transportkosten in den Orbit verringern würde.

Um bemannte Raumstationen Wirklichkeit werden zu lassen, benötigt Bigelow jedoch noch ein Transportsystem. SpaceShipOne ist, auch bei einem Gewinn des X-Preis, hierfür ungeeignet, da es keinen für eine Raumstation stabilen Orbit erreichen kann. Der Millionär Robert T. Bigelow ist bereit, 25 Millionen Dollar aus eigener Tasche an denjenigen zu zahlen, der ein günstiges und privat finanziertes Raumschiff baut, dass mit 5 bis 7 Personen einen Orbit erreicht und an eins seiner Module andocken kann. Weitere 25 Millionen Dollar des America’s Space Price sollen durch Sponsoren, mit denen bereits verhandelt wird, aufgebracht werden.

America’s Space Prize ist dem Ansari X-Preis nicht unähnlich, der an denjenigen gehen soll, der zuerst innerhalb von 14 Tagen zwei Raumflüge mit demselben Schiff durchführt. Aber im Gegensatz zum X-Preis ist das Preisgeld fünf mal so hoch, und am Ende steht ein wirklich für erdnahe Einsätze nutzbares Raumschiff.

Trotz des Namens soll der Wettbewerb nicht auf amerikanische Firmen beschränkt sein. Auch soll es erlaubt sein, existierende Raketen als Trägerraketen zu verwenden. Bigelows Zeitplan sieht erste unbemannte, orbitale Tests im Jahr 2008 vor, und im Jahr 2010 soll der erste bemannte Flug an eine private Raumstation andocken.


Quelle: SpaceRef.com zur Übersicht...

Copyright 2004 Raumfahrt24.de Herausgeber: Ingo Froeschmann