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Richard Branson gründet Virgin Galactic
28.September 2004. Der Engländer Sir Richard Branson hat am 27. September 2004 bekannt gegeben, dass sein Unternehmen, die Virgin Group, eine Partnerschaft mit dem Konstrukteur des ersten privat finanzierten Raumschiffs eingegangen ist, mit dem Ziel, Privatleuten einen Ausflug ins All zu ermöglichen.
WhiteKnight und SpaceShipOne
Künstlerische Darstellung kurz nach der Abkpplung des SpaceShipOne von WhiteKnight (Bild: XPrize.org)
Die Technologie ist zur Zeit im Besitz von Microsoft Mitbegründer Paul Allens Unternehmen Mojave Aerospace Ventures (MAV) und wurde ursprünglich entwickelt, um das erste private, wiederverwendbare Raumschiff, die SpaceShipOne zu bauen, die morgen (29. Spetember 2004) ihren ersten X-Preis Flug starten wird. Der Wert des Lizenzvertrages wird auf über 21 Millionen Dollar geschätzt, jedoch hängt es wesentlich davon ab, wie viele Raumschiffe Virgin in den nächsten 15 Jahren bauen lassen wird.

Zusätzlich hat MAV eine Vereinbarung mit Burt Rutan, dem Designer von SpaceShipOne und Vorstand von Scaled Composites getroffen, um die Nutzung der Technologie zu regeln und Weiterentwicklungen für andere Raumfahrtprojekte verwenden zu können..

Die Virgin Group, mit Virgin Atlantic auch Betreiber einer Fluggesellschaft, hat mit Virgin Galactic eine neue Tochtergesellschaft gegründet, die 2005 ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen soll, und nach Erfüllung der vorgeschriebenen Sicherheitsstandards im Jahr 2007 die ersten Flüge anbieten will. Die Idee ist für den begeisterten Ballonfahrer Richard Branson, er versuchte non-stop die Erde zu umrunden, nicht völlig neu. Bereits Mitte der Neunziger Jahre wurde der Markenname Virgin Galactic registriert und geschützt. Es wird erwartet, dass Branson etwa 100 Millionen Dollar in die Entwicklung von Infrastruktur und Raumschiffen investieren wird, bevor die ersten suborbitalen Raumflüge durchgeführt werden können.

Innerhalb von fünf Jahren will Virgin Galactic etwa 3000 Passagiere befördern, die als Astronauten zur Erde zurückkehren. Der Preis pro Sitzplatz, inklusive dreitägigem Astronautentraining, wird anfänglich bei etwa 190 000 US Dollar liegen. Virgin wird die Erlöse reinvestieren um eine weitere Generation von Schiffen zu bauen, die den Preis pro Passagier dann senken sollen. Zur Zeit kostet die günstigste Weltraumerfahrung in staatlichen und von Steuerzahlern finanzierten Raumschiffen etwa 15 Millionen US Dollar pro Person.

In einer ersten gemeinsamen Aktion der Unternehmen wird Virgin die Ansari X-Preis Flüge des SpaceShipOne sponsorn.

Mitbegründer Sir Richard Branson kommentierte die Entwicklung so: „Wir hatten immer schon den Traum ein Weltraumtourismusunternehmen aufzubauen. Mit Paul Allens Vision und der Genialität eines Burt Rutan sind wir diesem Ziel einen Schritt näher gekommen. Die Verträge mit beiden Unternehmen, MAV und Scaled Composites, sind nur der Anfang einer Entwicklung mit der eine neue Ära der Menschheit beginnen wird, in der der Zugang zum Weltraum für jeden erschwinglich sein wird. Wir wollen tausende von Astronauten in den Weltraum befördern und deren Traum vom Anblick der ganzen Erde und dem Gefühl der Schwerelosigkeit erfüllen. Die Entwicklung wird es auch jedem Land ermöglichen, seine eigenen Astronauten zu haben, im Gegensatz zur heutigen Situation wo sich nur ein paar reiche Länder die Raumfahrt leisten können.“

Auch Paul Allen ist mit der Entwicklung zufrieden und fügte hinzu:“Ich habe den Bau von SpaceShipOne unterstützt weil ich es als großartige Möglichkeit sah zu zeigen, dass die Erforschung des Weltraums eines Tages für Privatleute erreichbar sein kann. Der heutige (27. September 2004) Deal ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung dieses Konzepts, und es wird wahrscheinlich der erste in einer Reihe von Verträgen sein, die die für SpaceShipOne entwickelte Technologie nutzen werden.“

Burt Rutan, Gründer von Scaled Composites sagte abschließend:“ Neben dem Bau von SpaceShipOne und dem historischen 21. Juni, an dem sie in den Weltraum flog, ist dies einer der aufregendsten Tage meines Lebens. Im Juni haben wir einige neue Technologien verwendet die Kosten senken und gleichzeitig die Sicherheit des bemannten Raumflugs erhöhen. Damit und mit den Erfahrungen aus der Entwicklungsphase werden wir in der Lage sein, die bestmöglichen suborbitale Raumflüge zu entwickeln.“

Es wird erwartet, dass Virgin Galactic nach dem Abschluss des Ansari –X-Preises mit dem Design beginnen wird und im Jahr 2005 das erste Raumschiff baut, das, sicherlich zur Freude von Fans der Fernsehserie Star Trek, VSS Enterprise heißen soll.


Quelle: Scaled Composites zur Übersicht...

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