| Sonnige Aussichten für europäische
Wetterdienste
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2.November 2004, ESA. Die Kontinuität der europäischen Wettersatellitendienste mit der
Bereitstellung von Daten für Wettervorhersage, Klima und Umwelt ist
längerfristig gesichert. In Paris wurde ein Vertrag für den Bau eines Meteosat-Satelliten unterzeichnet.
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Ein fast wolkenfreies Europa, aufgenommen am 10. August 2003, vom Satelliten Meteosat-1 (Vergrößerung (760k)) (Quelle: ESA)
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Der Generaldirektor von EUMETSAT (Europäische
Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten), Lars Prahm, sein
ESA-Amtskollege Jean-Jacques Dordain und die Vorstandsvorsitzende von
Alcatel Space, Pascale Sourisse, haben heute in der ESA-Hauptverwaltung in
Paris den Vertrag und die Kooperationsvereinbarung für den Bau des
vierten Satelliten der MSG-Reihe (Meteosat-Satelliten der zweiten
Generation) unterzeichnet.
Das französische Unternehmen Alcatel Space wird als Hauptauftragnehmer
für MSG-4 fungieren, während EUMETSAT für die Finanzierung, den Start
und den Betrieb des Satelliten und die ESA für das Management des
Vertrags mit der Industrie über seinen Bau zuständig sein wird. Der Wert des Vertrags über MSG-4 wird auf 135 Millionen Euro zum Preisstand von 2001
veranschlagt, die Auslieferung des Satelliten ist für 2007 vorgesehen.
"Dies ist ein weiteres herausragendes Beispiel für das Engagement der
ESA auf dem Gebiet der Entwicklung von Weltraumsystemen zur
Unterstützung öffentlicher Dienste zum Nutzen der Bürger in Europa und in anderen Teilen der Welt", sagte ESA-Generaldirektor Dordain.
Seit 1977, als die ESA den ersten Meteosat-Satelliten in die
geostationäre Umlaufbahn in 36 000 km Höhe startete, ist dieses Satellitensystem, das ununterbrochen Bilder und Daten für Wettervorhersagen, Klima und Umwelt liefert, zu einem festen Bestandteil des Lebens in Europa geworden. In den Wetterberichten sehen Millionen Fernsehzuschauer tagtäglich Meteosat-Bilder.
Als im Dezember 1995 Meteosat-7 ins All befördert wurde, ging die
operationelle Kontrolle des Systems von der ESA auf EUMETSAT über. Die
Produkte und Dienste der in Darmstadt ansässigen Organisation leisten einen
bedeutenden Beitrag zur Wettervorhersage und zur Überwachung des Klimas
unseres Planeten.
Die ESA und EUMETSAT haben gemeinsam beschlossen, das Meteosat-System nicht nur fortzusetzen, sondern mit den Meteosat-Satelliten der zweiten Generation auch zu verbessern. Die neuen Satelliten machen ihre Bilder von der Erdoberfläche und den Wolken in höherer Auflösung, in einem
größeren Wellenlängenbereich und in kürzeren Zeitabständen als ihre
Meteosat-Vorgänger.
Bisher wurden drei MSG-Satelliten gebaut. Der erste, MSG-1, wurde am
28. August 2002 gestartet und anläßlich der Aufnahme seines
routinemäßigen Betriebs im Januar dieses Jahres in Meteosat-8 umbenannt, um sein offizielles Hinzustoßen zur Meteosat-Familie zu unterstreichen. Die weiteren Satelliten dieser Reihe sind MSG-2, MSG-3 - und nun MSG-4.
MSG-2 soll im Juni 2005 gestartet werden, erklärte
EUMETSAT-Generaldirektor Prahm: "Er wird in eine Parkbahn befördert und dort bleiben, bis der Tag kommt, an dem er die Aufgaben seines Schwestersatelliten übernehmen muß. Er soll also im Hintergrund warten, um die nahtlose Kontinuität der Dienste zu gewährleisten. Gemeinsam sollen die ersten drei MSG-Satelliten bis zu 15 Jahre lang Daten liefern, ein Zeitraum, der sich mit dem heutigen Hinzukommen von MSG-4 erheblich verlängern wird."
Die enge Zusammenarbeit zwischen der ESA und EUMETSAT dürfte Ende 2005
weitere Früchte tragen. Dann nämlich soll der erste von drei
Metop-Satelliten in eine erdnahe polare Umlaufbahn gestartet werden.
Die Metop-Reihe, ein gemeinsames Unterfangen von ESA und EUMETSAT, soll an die Stelle eines bisher von der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) erbrachten Dienstes treten. Sie bildet das Weltraumsegment des Polaren EUMETSAT-Systems (EPS).
Die Metop-Satelliten werden eine Reihe europäischer und amerikanischer Instrumente zur Messung der Temperatur, Feuchtigkeit,
Windgeschwindigkeit und -richtung sowie des Ozons in der Atmosphäre mitführen. Die Mission ist Europas erste polare Satellitenmission auf dem Gebiet der angewandten Meteorologie.
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