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Alte Sterne sind gut für neues Leben
30. März 2005. Nach Einschätzung eines Gruppe von Astronomen ist es möglich, dass sich auf Planeten Leben entwickelt, während sich der Stern zu einem Roten Riesen aufbläht. So könnte zum Beispiel der Mars zum Leben erwachen, wenn es auf der Erde bereits zu heiß wird.


(Noch)kein Roter Riese,sondern die Sonne ganz ohne Sonnenflecken, aufgenommen am 11. Oktober 2004. (Quelle: ESA/NASA/SOHO)

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Suche nach Leben auf extrasolaren Planeten auch solche untersuchen sollte, die um alte Sterne kreisen,“ sagte Dr. Bruno Lopez vom Observatoire de la Cote d’Azur in Nizza. Lopez und Kollegen schätzen die Zahl der für geplante Such-Missionen infrage kommenden Roten Riesen auf mehr als 150, die alle innerhalb von 100 Lichtjahren von der Erde liegen.

Der entscheidende Faktor, der auf der Erde zur Entstehung von Leben beigetragen hat, ist ihre Lage innerhalb der „habitable zone“, also der bewohnbaren Zone um die Sonne. Diese Zone bezeichnet den Bereich in dem flüssiges Wasser das für Leben, soweit wir es kennen, notwendig ist. In zu großer Entfernung wird ein Planet zu einem gigantischen Kühlschrank, zu nah an der Sonne verdampft das Wasser und verschwindet ins All.

Die Erde befindet sich zur Zeit zwar innerhalb der bewohnbaren Zone, doch wird die Sonne sich eines Tages zu einem Roten Riesen entwickeln und die Zone des Lebens wird sich mit dem Wachstum der Sonne verschieben. So könnten einige der Kühlschränke in Zukunft flüssiges Wasser halten und sich Leben entwickeln.

Der Mars liegt knapp außerhalb der Lebenszone und ist aufgrund seiner dünnen Atmosphäre eine kalte Welt. Wenn die Sonne jedoch in einigen Milliarden Jahren zu einem Roten Riesen wird, könnte Mars der interessanteste Planet für leben werden. „Mars wird sich etwa zwei Milliarden Jahre in der Lebenszone befinden, Leben auf dem Mars könnte also eine zweite Chance bekommen,“ sagte Dr. William Danchi vom Goddard Space Flight Center.

Im Jahr 2003 beobachteten Forscher den Anteil an Wassereis auf dem Mars. In einigen Regionen erreichte die Konzentration von Wassereis über 90 Prozent. Die Forscher vermuten, dass das Wasser derzeit trockenen Seen und Meere des Planeten füllte. Eines Tages könnte das gleiche Wasser wieder diese Seen füllen und neues Leben hervorbringen.

Das gleiche gilt für Planeten und Monde um andere Rote Riesen. Es gibt mindestens 150 Rote Riesen in einer Entfernung von weniger als 100 Lichtjahren von der Erde und viele von ihnen könnten erdähnliche belebte Planeten besitzen. Für Planetenjäger und die Suche nach Leben eröffnet das ein weiteres mögliches Revier.

Die Mission Kepler der NASA wird nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems suchen. Kepler wird vier Jahre lang einen kleinen Bereich des Himmels beobachten und nach Helligkeitsveränderungen bei Sternen suchen, die auf einen vorbeiziehenden Planeten hindeuten. Der Start von Kepler ist für das Jahr 2007 geplant.    

Quelle: ESA zur Startseite...
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