Es ist bereits sein zweiter Anlauf, zur Raumstation mitzureisen. Bereits im April 2004 hatte er schon einmal sein Training in Moskau aufgenommen. Doch wie am 23. Juni 2004 bekannt wurde, war er bei den Voruntersuchungen im Gesundheitstest durchgefallen, so dass er nicht mitfliegen durfte. Diesmal sind die russische Raumfahrtagentur und die Firma
Space Adventures, die auch die ersten beiden Touristenflüge zur ISS organisierte, zuversichtlich, dass Gregory Olsen noch in diesem Jahr zur Internationalen Raumstation reisen kann, heißt es in einer Erklärung. Der Missionsstart soll am 1. Oktober 2005 an Bord einer
Sojus Rakete von Baikonur, Kasachstan, erfolgen.
Greg Olsen wird nicht nur als Tourist zur Internationalen Raumstation fliegen, sondern auch eigene Experimente mitbringen, die seinem Unternehmen zugute kommen sollen. Er ist Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrates des Unternehmens
Sensors Unlimited Inc, welches optoelektonische Komponenten für Kameras mim sichtbaren und Infraroten Bereich herstellt. Das Hightech Unternehmen wurde 1991 von Olsen gegründet und wirtschaftet seitdem unter seiner Führung profitabel. Im Jahr 2000 wurde
Sensors unlimited von
Finisar Corp für 700 Millionen Dollar gekauft, 2002 organisierte Olsen jedoch einen Rückkauf durch das Management des Unternehmens.
Weltraumtourist? Gregory Olsen mag das Wort nicht, er bezeichnet sich selbst als privaten Forscher und möchte eine der Infrarotkameras, die sein Unternehmen herstellt, mit ins All nehmen. Außerdem möchte er einige Experimente zum Wachstum von Kristallen in der Schwerelosigkeit durchführen.
Olsen sagte vor Reportern: Ich fühle mich großartig und ich hoffe, dass ich diesen Herbst starten kann. Das Training war sehr anstrengend, aber trotzdem habe ich es genossen. Das Training hat mich gelehrt, die Astronauten und Kosmonauten zu bewundern, die seit Jahren trainieren und so viel mehr darüber wissen als ich.
Wie
Space Adventures gestern berichtete, hat Olsen nun sein Schwerelosigkeitstraining in Star City in der Nähe von Moskau beendet, bei dem er gelernt hat, in einer Umgebung ohne Schwerkraft zu „schwimmen“ und innerhalb von 25 Sekunden seinen Raumanzug russischer Bauart anzuziehen, kein leichtes Unterfangen in der Schwerelosigkeit.
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