„Wir freuen uns über die guten Ergebnisse der Kameras und können es kaum erwarten zu sehen, was sie uns vom Mars zeigen werden,“ sagte Dr. Alfred McEwen von der
University of Arizona und als Instrumentleiter zuständig für das
High Resolution Imaging Science Experiment (HiRISE) an Bord des Orbiters.
Der Test überprüfte außerdem die Kontext-Kamera und die Kamera für die optische Navigation, sowie die Hochleistungsantenne und Subsysteme, die für Datenverarbeitung benötigt werden.
“Die Instrumente und das Basisdatensystem haben den Test mit fliegenden Fahnen bestanden,“ sagte der für den Orbiter zuständige Projektleiter Jim Graf. „Wir haben 75 Gigabit Daten in weniger als 24 Stunden empfangen, dass ist ein neuer Tagesrekord für eine interplanetarische Mission.“
Der Orbiter war etwa zehn Millionen Kilometer vom Mond entfernt, als er sich drehte um den Trabanten in sein Gesichtsfeld zu drehen. Aus dieser Entfernung erscheint der Mond für das menschliche Auge als sternähnlicher Punkt. Auf den Testbildern der hochauflösenden Kamera hat er einen Durchmesser von 340 Bildpunkten und erscheint als 60 Bildpunkte breite Sichel. Die Tests beinhalteten weiterhin Aufnahmen des Sternhaufens Omega Centauri, durch den die Kamera kalibriert wird.
Während der Primärmission wird die Raumsonde 300 Kilometer über der Oberfläche des Planeten ihre Kreise ziehen. Aus dieser Entfernung kann HiRISE einzelne Objekte bis zu einem Meter Größe unterscheiden.
Der
Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) startete am 12. August 2005 und wird etwa am 10. März 2006 in eine Umlaufbahn um den Planeten einschwenken. Nach einer halbjährigen allmählichen Anpassung der Umlaufbahn beginnt im November 2006 die primäre Forschungsphase. Das Ziel der Mission ist eine detailliertere Untersuchung des Planeten aus einer niedrigen Umlaufbahn. Es ist geplant, mehr Daten zu sammeln, als bei allen bisherigen Marsmissionen zusammen. Die Instrumente sollen den Wissenschaftlern helfen, die Geschichte des Mars und die aktuelle Wasserverteilung auf dem Planeten zu verstehen. Durch die Suche nach zukünftigen Landeplätzen und die Fähigkeit, hohe Datenraten zu senden, kann MRO auch zukünftige Landemissionen unterstützen.
|
Leserkommentare zu diesem Artikel
|
|