Die Spaziergänger befestigten die neue Kamera zusammen mit einem Stativ auf der Hülle der ISS. Sie wird zukünftigen Besatzungen der Raumstation beim Manövrieren von schweren Bauteilen mit dem Roboterarm unterstützen. Die Bauteile sind unter anderem Solarsegel, die mit den amerikanischen Raumfähren angeliefert werden sollen.
Die zweite wichtige Aufgabe des Weltraumspaziergangs war eine Klettertour zur Spitze der Station um dort die so genannte
Floating Potential Probe (FPP) zu entfernen. Das Gerät soll die elektrische Ladung außerhalb der Station messen, hat jedoch aufgehört zu arbeiten. Das Gerät hatte außerdem begonnen, sich von der Station zu lösen und wurde bei jedem neuen Andockmanöver durchgerüttelt. Die NASA entfernte das FPP, um Schäden durch abgelöste Teile welche mit der Station kollidieren könnten zu verhindern.
Nachdem es entfernt war, warf McArthur das 27 Kilogramm schwere Gerät hinter der Station über Bord. Es sollte innerhalb von 100 Tagen in der Erdatmosphäre verglühen.
Verschmutzung der Luftschleuse
Der Weltraumspaziergang war der erste seit 30 Monaten, der in amerikanischen Raumanzügen und vom US Modul der ISS durchgeführt wurde. Im April 2003 hatten Astronauten festgestellt, dass die Luft in der
Quest Schleuse durch Metalloxidkanister, die für die Instandhaltung der Raumanzüge benötigt werden, verunreinigt wurde.
Die Kanister und ein fehlerhafter Wärmetauscher zur Kühlung der Anzüge in der Schleuse wurden seitdem ausgetauscht.
Die NASA sähe es lieber, wenn während eines Weltraumspaziergangs ein dritter Astronaut in der Station bliebe, um die Bewegungen der Astronauten unter Mithilfe der Bodenkontrolle zu koordinieren. Zusätzlich ist es für die Spaziergänger einfacher, wenn ihnen jemand beim Anlegen der Raumanzüge hilft.
Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass die Station temporär komplett verlassen wurde. Russland hat bereits acht solcher Ausflüge geleitet. „Es ist zwar keine Routine, aber wir sehen die Notwendigkeit und sind bereit es zu tun, bevor wir wieder eine dreiköpfige Besatzung einsetzen können,“ sagte NASA Manager Pete Hasbrook.
Seit dem Absturz der
Columbia im Februar 2003 hat die Station nur zwei Besatzungsmitglieder. Bereits im Mai 2006 könnte mit dem nächsten
Shuttle Start ein drittes Besatzungsmitglied hinzustoßen.
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