Die Unterzeichnungszeremonie fand im Diao Yu Ti Gästehaus in Peking im Beisein der Staatsrätin Chen Lizhi und Angehörigen des Diplomatischen Korps statt. Es ist der erste Rahmenvertrag den China mit der ESA abgeschlossen hat. Der Vertrag vereinbart Zusammenarbeit in einer Reihe von Themengebieten wie Raumfahrttechnik, Erdbeobachtung, Telekommunikation, Navigation und Forschung in der Mikrogravitation.
China ist kein Neuling im Weltraum. Seit 1950 hat China ein Raketenprogramm und seit mehr als 30 Jahren schickt es Satelliten in die Umlaufbahn. Im Oktober dieses Jahres führte China seine zweite bemannte Mission mit zwei chinesischen Astronauten an Bord durch. Fünf Tage umkreiste
Shenzhou VI die Erde während die Astronauten an Bord ihre Experimente durchführten. Während der Zeremonie zeigte sich Jean-Jacques Dordain beeindruckt von den Fähigkeiten der Chinesen im Bereich der Raumfahrt und insbesondere von dem erfolgreichen Flug der
Shenzhou VI.
China und ESA arbeiten bereits bei einer Reihe von Weltraumprojekten zusammen, eines von ihnen das
Double Star Programme mit CNSA und der chinesischen Wissenschaftsakademie. Ein weiteres wichtiges Projekt ist das
Dragon Programme zwischen ESA und dem chinesischen Fernerkundungszentrum (National Remote Sensing Centre).
Der Fokus des letzteren Projekts liegt auf der praktischen Nutzung der Daten der europäischen ERS und
Envisat Missionen. Das
Dragon Programme stellte seinen Nutzen während der letzten Regenzeit unter Beweis, als
Envisats Bilder von Überschwemmungsgebieten den chinesischen Behörden halfen, die Schäden einzuschätzen und Hilfseinsätze zu planen.
Mit der in Kraft getretenen Rahmenvereinbarung hofft die ESA nun auf weitere und engere Zusammenarbeit mit China.
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