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New Horizons öffnet sich am 11. Januar 2006 ein 35-tägiges Startfenster. Die Sonde wird etwa ein Jahrzehnt unterwegs sein bis sie im Frühsommer 2015 das Plutosystem erreicht. Der Weg der Sonde bis zum Start war mit Hindernissen reichlich gespickt, unter anderem Budgetverhandlungen, Fördergeldkürzungen sowie Unterbrechungen bei der Missionsplanung und beim Bau. Nun ist die Sonde endlich zusammengesetzt, getestet und fertig für die außergewöhnliche Mission an den Rand unseres Sonnensystems.
Wissenschaftliche Überraschungen
Neben der Sonde erfährt auch das Startsystem die letzten Vorbereitungen. Verwendet wird eine
Atlas 5 Erststufe von Lockheed Martin, ausgestattet mit fünf zusätzlichen Boosterraketen. Als zweite Stufe dient eine
Centaur, die letzte Stufe ist eine Feststoffrakete vom Typ STAR 48B.
New Horizons ist etwa 2,5 Meter im Durchmesser und wiegt vollgetankt 465 Kilogramm. Das Energieministerium liefert die RTG (Radioisotope Thermoelectric Generator) Energiequelle für die interplanetarische Sonde.
Noch vor dem Start der Sonde hat Pluto weitere Überraschungen geliefert. Erst letzten Monat gab die NASA bekannt, dass Pluto statt eines sogar drei Monde haben könnte.
Neue Monde
Hubbles Advanced Camera for Surveys hatte die Monde bereits im Frühjahr aufgenommen. Die neuen Anwärter auf den Mondstatus sind etwa 5000 mal leuchtschwächer als Pluto selbst.
„Ich bezeichne die Entdeckung der beiden neuen Monde das erste wissenschaftliche Ergebnis der Mission
New Horizons,“ sagte Alan Stern vom
Southwest Research Institute. Die
Hubble Beobachtungen wurden zur Unterstützung der Mission durchgeführt.
Bodenteleskope wurden schon seit längerem dazu verwendet, nach verborgenen Plutomonden zu suchen.
Hubble brauchte nicht mehr als zweimal acht Minuten, um die Objekte zu erwischen. Im Februar wird
Hubble erneut eingesetzt werden, um nach zusätzlichen Satelliten des Pluto zu suchen. „Eine Frage die wir auf dem Tisch haben ist die nach der Anzahl der Monde des Pluto,“ sagte Stern.
Hat Pluto Ringe?
Eine weitere Überraschung könnte
New Horizons erwarten. Berechnungen von Stern und seinen Kollegen zeigen, dass kleine Plutomonde mit ihren niedrigen Fluchtgeschwindigkeiten eine Staubquelle darstellen könnten, wenn sie von Meteoriten getroffen werden. „Wir sagen voraus, dass Pluto ein Ringsystem haben könnte,“ sagte Stern. „Wir werden Beobachtungen mit
New Horizons einplanen, um danach zu suchen.
„Mit neuen Monden und einem möglichen Ringsystem ist Pluto und seine Umgebung reif für eine genauere Untersuchung. „In meinen kühnsten Träumen hatte ich auf vier Objekte während dieser Mission gehofft. Pluto, Charon und ein oder zwei Kuipergürtelobjekte. Jetzt bekomme ich vier ganz in Plutos Nähe,“ freute sich Stern.
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