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Virgin Galactic veröffentlicht die ersten 100 Astronauten
13. Dezember 2005. Am Dienstag gab Virgin Galactic die Namen der ersten 100 Personen bekannt, die mit dem Unternehmen an den Rand des Weltraums reisen werden.


WhiteKnight mit SpaceShipOne Vergrößerung (Quelle: Scaled Composites).

Das zukünftige Raumschiff existiert zwar bisher nur auf dem Papier, zuversichtliche Vertreter von Virgin Galactic ließen es sich jedoch nicht nehmen, eine „Gründungsgruppe“ zu präsentierten, die von einem Weltraumbahnhof in der Nähe von Roswell, New Mexico,starten soll. Passenderweise ist Roswell auch der Ort, an dem angeblich 1947 ein UFO abgestürzt sein soll. Die Verwendung der Bezeichnung Gründer erinnert an die „Gründerväter“ Amerikas.

Unter den 100 Personen ist eine Dame über 90 (im Alter von 85 Jahren lernte sie Fallschirmspringen) und ein Pärchen, das seine Flitterwochen im All verbringen will. „George und Loretta sind ein charmantes Paar, das als erstes seine Flitterwochen im Weltraum verbringen will. Sie verschieben ihre Hochzeit gerne bis zum Tag des Fluges,“ sagte Stephen Attenborough, bei Virgin Galactic zuständig für die Astronautenbeziehungen.

Jeder Weltraumtourist wird 200 000 Dollar für einen Flug mit SpaceShipTwo zahlen. Das Schiff muss noch gebaut und getestet und anschließend für den Einsatz freigegeben werden. Es wird eine größere Version (acht Sitze für zwei Piloten und sechs Passagiere) des SpaceShipOne sein, das im vergangenen Jahr den X-Prize gewinnen konnte. Der Bau des Schiffs wird im März 2006 in der Montagehalle von Burt Rutans Unternehmen Scaled Composites in Mojave begonnen. Kommerzielle Flüge sind für Ende 2008 oder Anfang 2009 geplant.


Schnäppchenpreise
Der Preis ist verglichen mit den 20 Millionen Dollar, die von den Weltraumtouristen Dennis Tito (2001), Mark Shuttleworth (2002) und Greg Olsen (2005) für ihren Flug zur Internationalen Raumstation gezahlt wurden, ein Schnäppchen. Die Mehrheit der 38 000 Menschen, die sich für einen Flug mit Virgin Galactic registriert haben, werden vermutlich warten, bis der Preis für einen Flug weiter gesunken ist. Die 100 Gründer gehören zu der Gruppe, die feste Reservierungen gemacht haben.

Laut Attenborough kommen die ersten Astronauten aus den USA, Großbritannien, Japan, Irland, den Niederlanden, Kanada und Südafrika. „Die geografische Verteilung ist auch strategisch. Wir wollen, dass diese Menschen in ihre Heimatländer zurückkehren und dort den Leuten erzählen, wie schön die Reise war und wie fantastisch das Gefühl der Schwerelosigkeit ist,“ sagte Attenborough.

Etwa 85 Prozent der „Gründerflieger“ sind männlich und der jüngste ist gerade 16 Jahre alt. Die Mehrheit zeigte sich nicht besorgt um ihre Sicherheit. „Komischerweise habe ich nicht die geringste Angst,“ sagt PJ King, ein früherer Software Experte. „Es ist einfach nur wahnsinnig aufregend.“

Nur für 25 Prozent der ersten 100 sei die Sicherheit wichtig,“ sagt Attenborough. „Glücklicherweise ist es für uns aber wichtiger.“

Hohe Sicherheit
Virgin Galactic Vizepräsident Alex Tai versicherte, dass SpaceShipTwo keine Passagiere fliegen werde, bis nicht alle relevanten Vorschriften der Luftaufsichtsbehörde erfüllt worden seien. „Die beinhalten alles von der Bruchfestigkeit der Flügelspitzen über den Druck in der Kabine bis zur Wirkung der Bremsen am Boden,“ so Alex Tai. „Rutans Design stattet uns von vornherein mit einer sehr hohen Sicherheit aus.“

Das Schiff wird in der Luft gestartet. Im Falle eines Ausfalls des Raketenantriebs kann das Schiff zur Erde zurück gleiten. „Bei einem Start vom Boden aus könnte ein Antriebsausfall nach einer Sekunde zu einer Katastrophe führen.“

Andere Sicherheitsregeln haben die Wahl des Startpunkts in New Mexico begünstigt. „Der Flug muss in sicherer Entfernung von unbeteiligten Dritten stattfinden,“ sagte Will Whitehorn, Präsident von Virgin Galactic. Auf einer Höhe von etwa 1600 Metern gelegen liefert er einen zusätzlichen Höhenvorteil. Der Weltraumbahnhof wird ein minimalistisches Design erhalten, entworfen vom französischen Designer Philippe Starck.

Auch Orbitalflüge sind angedacht worden. „Burt Rutan kümmert sich um Technologie für Missionen in die Umlaufbahn, aber bisher hat es noch keinen Durchbruch gegeben,“ sagt Tai.

Eine große Herausforderung für orbitale Schiffe ist die Hitze, die beim Wiedereintritt in die Atmosphäre entsteht. Die Raumfähren der NASA haben einen Hitzeschild, der sie während ihres Eintritts bei Mach 23 beschützt. Eine Alternative könnten Bremsraketen sein, welche die Geschwindigkeit eines Raumschiffs auf Mach 3 oder Mach 4 reduzieren
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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