Am 15. Januar soll sie an einem Fallschirm hängend in der Wüste von Utah landen, dort wo auch schon die Sonde
Genesis bruchgelandet war, nachdem ihr Fallschirm sich nicht geöffnet hatte.
Für den 17. Januar plant die NASA den Start von
New Horizons Richtung Pluto, den einzigen Planeten des Sonnensystems, der nicht von einer Sonde besucht worden war.
Neuankömmlinge
Mars wird am 10 März neuen Besuch bekommen, wenn der
Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) in eine Umlaufbahn eintritt. Die folgenden sechs Monate wird MRO den Mars auf einer elliptischen Umlaufbahn umfliegen – teils sehr dicht am Planeten und teils sehr weit entfernt. Allmählich wird die Bahn angepasst und runder. Die wissenschaftliche Phase der Mission soll dann im November beginnen.
Zwei Planeten weiter wird am 11. April die ESA Sonde
Venus Express ihren Zielplaneten erreichen.
Asteroiden stehen ebenfalls auf der Liste für 2006. Die NASA Mission
Dawn startet frühestens am 17. November und wird Ceres und Vesta, zwei Objekte des Asteroidengürtels, der sich zwischen Mars und Jupiter befindet, erforschen. Die Mission leidet jedoch unter technischen und finanziellen Schwierigkeiten, wodurch der Starttermin nur vorläufig sein kann.
Auch unsere Sonne wird nicht außer Acht gelassen. Am 26. Mai startet die NASA das
Solar Terrestrial Relations Observatory, zwei Raumsonden die erstmals dreidimensionale Messungen der Sonne und des Sonnenwindes durchführen soll.
Testflug
Nicht nur Roboter sind in diesem Jahr für die Forschung im All. Die Raumfähre
Discovery wird auf einen Start am 3. Mai vorbereitet. Das Datum könnte noch nach hinten geschoben werden, je nachdem wie gut die Ingenieure bis dahin verstehen, warum die Isolierung während der Starts von den Äußeren Tanks abblättert. Während der letzten Mission der
Discovery waren wieder größere Stücke der Isolierung abgefallen.
Auch der kommende Flug wird von der NASA noch als Testflug eingestuft. Er wird neben Nachschub auch Thomas Reiter als drittes permanente Besatzungsmitglied zur Internationalen Raumstation bringen. Anschließend könnte die NASA bereits im Juli eine weitere Raumfähre starten, um mit zusätzlichen Sonnensegeln den Bau der Raumstation wieder aufzunehmen.
Der Mond kann sich auf eine Überraschung gefasst machen, denn die ESA Sonde
SMART-1 soll ihre erfolgreiche Mission mit einen Paukenschlag beenden und auf den Mond stürzen.
SMART-1 kartiert seit 2004 den Mond.
Formationsflug
Auch die Erde wird von der NASA mit mehreren neuen Erdbeobachtungssatelliten ins Visier genommen. Am 28. Februar werden drei Mikrosatelliten mit der Bezeichnung
Space Technology 5 mit einer
Pegasus XL ins All gebracht. Nach dem Aussetzen werden sie in einer festen Formation fliegen und Informationen über das Magnetfeld der Erde sammeln.
Am 29. September will die NASA die Sonde AIM (Aeronomy of Ice in the Mesosphere) starten. Sie soll „nachtleuchtende“ Wolken, die in großer Höhe vorkommen, untersuchen.
Die europäische Raumfahrtagentur plant den Start des zweiten
Galileo Testsatelliten für ihr globales Navigationsnetzwerk. Der erste war am 28. Dezember 2005 von Baikonur aus gestartet.
Schließlich wird
Space Exploration Technologies nach zwei erfolglosen Startversuchen im Jahr 2005 Ende Januar oder Anfang Februar versuchen, ihre
Falcon 1 Rakete ins All zu bringen.
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