In einer heute veröffentlichten Arbeit, die auf den im vergangenen Jahr die NASA Mission
Deep Impact gewonnenen Daten fußt, berichten Forscher, dass der Zielkomet Tempel 1drei kleine Wassereisvorkommen aufweist. Es ist der erste Beweis, dass Wassereis auch auf Kometenoberflächen existieren kann.
Tempel 1 hat eine Oberfläche von etwa 115 Quadratkilometern. Dagegen ist nur ein Gebiet von etwas mehr als 35 000 Quadratmetern von Wassereis bedeckt. Ein Quadratkilometer enthält 100 000 Quadratmeter. Der Rest der Oberfläche ist von Staub bedeckt.
„Das entspricht ungefähr sieben Eislaufbahnen mit dreckigem Schnee,“ sagte Co-Autor Peter Schultz von der
Brown University.
Am 4. Juli 2005 jagte die NASA ein schweres Kupfergeschoss, den
Impaktor, auf die Oberfläche des zu dieser Zeit 130 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Kometen Tempel 1. Der Aufprall erzeugte einen Krater von der Größe eines Stadions und schleuderte Tonnen von Gestein ins All. Der
Impaktor war eines von zwei
Deep Impact Schiffen. Die Muttersonde beobachtete und analysierte hingegen den Aufprall und dessen Folgen.
Das Forschungsteam glaubt, dass sich das Eis an der Oberfläche des Kometen ursprünglich in seinem inneren befand und erst allmählich freigelegt wurde. Außerdem könnten gelegentliche, Geysiren ähnliche Ausbrüche von Staub und Dampf, so genannte Jets, auch Eis an die Oberfläche befördern. Sind die Eiskristalle erst einmal freigesetzt, können sie zu einem Teil der Koma werden oder auch einen Teil des Schweifs bilden.
Das gleiche Team hatte schon zuvor berichtet, dass es im inneren von Tempel 1 reichlich organisches Material gebe und dass der Komet in einer Region des Sonnensystems entstanden sein könnte, in der sich heute Uranus und Neptun befinden.
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