Der ehemalige Astronaut John Casper, Manager des
Space Shuttle Management and Integration Office, berichtete einem Flugsicherheitsrat am Donnerstag über den Status der Vorbereitungen für die nächste Mission STS-121.
Obwohl die Mannschaften noch erhebliche technische Arbeiten durchführen müssen, um das Startfenster zwischen dem 03. und 22. Mai zu halten, wird die NASA laut Casper weiterhin auf dieses Fenster hinarbeiten.
Er umriss zudem den Fortschritt der Raumfahrtagentur bei den drei Zielvorgaben, die vom
Columbia Untersuchungsausschuss gesetzt wurden und die vor dem Start der Raumfähre
Discovery im Juli 2005 nicht erreicht worden waren.
Die erste Vorgabe galt der Reduzierung der Menge der abplatzenden Isolierung am Außentank. Im Juli hatte
Discovery beträchtliche Stücke verloren, hauptsächlich von einer Schutzrampe, die während des Starts die Aerodynamik über einem Kabelkanal verbessern soll.
„Wir versuchen festzustellen, ob die Rampen überhaupt notwendig sind,“ sagt Caspar. Eine Reihe von Windtunneltests soll frühere Analysen bestätigen, die Flüge ohne die Rampen für möglich hielt.
Die zweite Vorgabe – die Raumfähre besser vor Treffern zu schützen – hat sich als schwierig herausgestellt. Der ursprüngliche Plan, die Außenhaut der Fähre zu härten, hätte viel Zeit und Geld gekostet, insbesondere in Anbetracht des baldigen Ruhestandes der Shuttle-Flotte. Einige Veränderungen sind nichtsdestotrotz durchgeführt worden, unter anderem die Installation gehärteter Kacheln an kritischen Punkten.
Die dritte Vorgabe betrifft die Fähigkeit, Beschädigungen während des Fluges im All zu reparieren. Die NASA wird sich auf vier mechanische Techniken konzentrieren und nicht auf chemische Techniken. Die Aufgabe sei eine große Herausforderung, so Casper, da weder die Hitzekacheln noch die verstärkten Kohlenstoff-Verstrebungen mit einer Reparatur im All im Sinn entwickelt wurden.
Casper erinnerte den Ausschuss an den dritten Jahrestag des
Columbia-Unglücks und wünschte sich möglichst bald weitere Flüge. „Ich will nur sichergehen, dass die nächsten Flüge so sicher wie möglich sind,“ so Casper.
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