Denjenigen, die das NASA Programm der
Centennial Challenges verfolgen, wird das Ziel von
Liftport bekannt sein. Das angestrebte Ergebnis ist ein Kabel von 99 779 Kilometern Länge, an dem Lastkabinen, von der Erde aus per Laserstrahlen mit Energie versorgt, entlang klettern und Lasten, Satelliten und möglicherweise Personen in eine Umlaufbahn bringen.
Der neueste Test ist eine Weiterentwicklung einer Demonstration im September vergangenen Jahres, als ein
LiftPort Roboter 300 Höhenmeter an einem zwischen Erdboden und einem Ballon gespannten Kabel überwand. Dieses Mal wurden ein besseres Kabel und drei Ballons verwendet.
Zur Herstellung des Kabels packten die Entwickler drei Karbonfaserseile zwischen vier Schichten aus Glasfieberband und schufen damit ein fünf Zentimeter breites Kabel mit einer Dicke von weniger als 6 Blättern Papier.
„Das wirklich entscheidende dieses Tests war die Stärke des Kabels,“ sagt Michael Laine, der Präsident von
LiftPort. „Das Kabel wurde von den Ballons für sechs Stunden in der Luft gehalten und erwies sich als sehr stabil.“
Eine Plattform zur Verbindung der Ballons mit dem Kabel überstand den Test ebenfalls. Diese HALE (High Altitude Long Endurance) genannte Plattform soll zukünftig für Beobachtungszwecke vermarktet werden.
Der Test verlief allerdings nicht ganz problemlos. Der batteriebetriebene Kletterroboter, der die gesamte Länge des Kabels hinauf und wieder hinab klettern sollte, schaffte es nur bis zur 460 Meter Marke. Der Roboter hatte während der Vorbereitungstests tadellos funktioniert, sagte Laine. Sein Team sucht noch nach der genauen Ursache.
Im März will
LiftPort sein HALE System auf der
Mars Research Desert Station in der Utah Wüste installieren und drei Wochen in der Luft halten. Im späten Frühjahr soll dann ein Roboter mindestens die Hälfte eines 3,2 Kilometer langen Kabels empor klettern.
Laine möchte den Weltraumaufzug im Jahr 2018 funktionstüchtig haben – das Datum geht auf eine NASA Studie aus dem Jahr 2003 zurück, die den Bau eines Weltraumaufzugs innerhalb von 15 Jahren für machbar erklärte. „Das war nur ein Minischritt, aber es ist Teil des Prozesses,“ beschrieb er den letzten Test.
Bis dahin soll ein extrem starkes Verbundmaterial aus Kohlenstoff-Nanoröhren (nanotubes) eine mit Sonnenenergie gespeiste Kletterkabine mitsamt 100 Tonnen Last in die Umlaufbahn bringen, jede Woche, fünfzig Mal im Jahr.
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