Indem sie etwa 3000 verschiedenen Aufnahmen machten, konnten Pauline Barmby und ihr Team vom
Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge (USA) zeigen, dass die Andromeda Spiralgalaxie etwa eine Billion Sterne enthält.
Diese Messungen stellen die erste Durchmusterung unserer Nachbargalaxie im Infrarotbereich dar. Das Ergebnis stimmt mit früheren Masseschätzungen der Galaxie überein.
„Die
Spitzer Daten lassen uns mit überraschender Klarheit bis in das Innere der Galaxie hinein sternbildendes Material erkennen,“ sagt George Helou vom
Spitzer Science Center am
California Institute of Technology.
„Unsere Herausforderung besteht darin herauszufinden, wie die Verteilung von Gas und Staub zustande kommt und wodurch in verschiedenen Regionen die Entstehung von Sternen angeregt wird.“
Andromeda oder auch M31 wurde auch vom Teleskop
Gemini North auf dem Mauna Kea auf Hawaii ins Visier genommen. Das Teleskop machte die bisher schärfsten Bilder von den inneren Bereichen der Galaxie.
Mit adaptiver Optik zum Ausgleich der Turbulenzen der Erdatmosphäre fand Knut Olsen, Astronom am
US National Optical Astronomy Observatory, heraus, dass die Mehrzahl der Sterne im Zentrum und in der Staubscheibe in dessen näherer Umgebung sehr alt sind. Das deutet darauf hin, dass diese Staubscheibe in ihrer jetzigen Form seit etwa 6 Milliarden Jahren existiert.
Galaxien entstehen wahrscheinlich durch die Ansammlung von Material, eine galaktische Scheibe benötigt jedoch eine relativ stabile Umgebung um sich zu entwickeln. „Diese galaktischen Scheiben können nicht durch gewaltige Kollisionen entstehen,“ sagte Olsen.
Basierend auf dem Alter der Sterne schätzt Olsen, dass die unruhige Phase der Entwicklung der Andromeda Galaxie vor etwa 6 Milliarden Jahren endete. Das stimmt mit Berechnungsmodellen überein, die eine Entstehung der Staubscheibe zu dieser Zeit ansetzen.
Eine andere Forschergruppe unter der Leitung von Tim Davidge vom kanadischen
Herzberg Institute of Astrophysics sah sich
Gemini Daten genau an und fand einen jungen Stern nahe dem Zentrum der Andromeda Galaxie.
Die Entdeckung dieses Sterns bedeutete eine Überraschung, glaubten Wissenschaftler doch, dass die Anziehungskraft eines nahe gelegenen großen Schwarzen Lochs Gas und Staub aufsaugen und so die Entstehung neuer Sterne verhindern würde.
Dieser Sterntyp ist relativ kurzlebig und kommt auch in der Milchstraße vor. „Wir sehen jetzt, dass die Zentren Von M31 und Milchstraße ähnlicher sind als zuvor angenommen,“ sagt Davidge. Die zwei Galaxien werden in etwa fünf Milliarden Jahren zusammenstoßen
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