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Aufblasbare Raumstation leicht verspätet
07. Juni 2006. Der Start des Prototypen eines aufblasbaren Raumschiffs wird sich um drei bis vier Wochen verzögern. Der Start gehört zu den Vorbereitungen für den Bau eines Hotels in der Erdumlaufbahn.


Der frühere NASA-Ingenieur ist der Designer der aufblasbaren Module. (Quelle: Popular Science)

„Der Betreiber der Startrakete benötigt noch weitere drei bis vier Wochen für notwendige Arbeiten,“ sagt Robert Bigelow, der Gründer von Bigelow Aerospace. Er weigerte sich jedoch, weiter auf die Gründe für die Verzögerung einzugehen.

Genesis I, so der Name des Prototypen, sollte am 16. Juni von einer Dnjepr Rakete (einer umgebauten Interkontinentalrakete) von Dombarovsky (Russland) aus in eine Umlaufbahn gebracht werden. Das neue Startfenster erstreckt sich vom 4. bis zum 14. Juli. Der Start ist gleichzeitig der erste kommerzielle Flug, der von diesem neuen Weltraumbahnhof starten soll.

Erreicht die Rakete ihre Umlaufbahn, dann wird Genesis I in etwa 550 Kilometern Höhe die Erde umkreisen und könnte bis zu sieben Jahre dort bleiben, Bigelow rechnet jedoch eher mit fünf Flugjahren. Mit der Zeit wird die Flughöhe abnehmen und schließlich wird Genesis I in der Erdatmosphäre verglühen. Spätere Generationen sollen mit Antriebsmodulen ausgestattet werden, um die Flugbahn zu stabilisieren.

Genesis I wird sich im All aus seine maximale Größe von 3x2,4 Metern entfalten. An Bord sind persönliche, von Angestellten des Unternehmens Bigelow Aerospace ausgewählte Gegenstände. Dreizehn Kameras werden Video- und Fotoaufnahmen der Erde machen sowie der an Bord umher schwebenden Gegenstände. Der Prototyp ist etwa ein Drittel so groß wie die Raumstationen, in denen eines Tages Weltraumtouristen Urlaub machen sollen.

Bigelow, der auch auf der Erde eine Hotelkette besitzt, hofft, dass seine aufblasbaren Konstruktionen als Hotels oder auch als Laboratorien in der Umlaufbahn oder auf dem Mond Verwendung finden.

„Soweit wir wissen, sind wir in den USA das einzige Unternehmen, dass an aufblasbare und bewohnbare Raumschiffen arbeitet,“ sagte Bigelow.

Neben Bigelows Konzentration auf den Weltraumtourismus soll mit seinen Modulen auch die Fortpflanzung im Weltraum erforscht werden. Sein Team entwickelt zur Zeit Lebenserhaltungssysteme für Nagetiere. „Wir wissen, dass es wenn überhaupt nur sehr wenige praktische Forschungen zur Fortpflanzung in der Schwerelosigkeit gegeben hat,“ sagt Bigelow. „Wir freuen uns darauf das zu ändern.“

Eine zweite Genesis Mission ist derzeit für Ende 2006 geplant. Verläuft die Mission Genesis I planmäßig, werden bald Reservierungen entgegengenommen…aber nicht für Touristen, sondern höchstens für persönliche Gegenstände von zukünftigen Weltraumtouristen.

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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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