Der 6070 Hektar große Weltraumhafen soll für etwa 225 Millionen US Dollar gebaut werden. New Mexico hat zwei Unternehmen beauftragt, Informationen über die notwendige Infrastruktur und das zu erwartende Verkehrsaufkommen zu sammeln. Anschließend werden Wartungshallen, Tower, Bürogebäude, Zufahrtsstraßen, Startrampen und Treibstofftanks geplant. Diese Phase sollte Anfang 2007 abgeschlossen sein.
„Es ist nicht mit dem Bau eines Flughafens zu vergleichen, wo es weitgehend klar ist, welche Regelungen und Spezifikationen zu beachten sind,“ sagt Rick Homans vom Entwicklungsbüro des Staates New Mexico. „Es ist wirklich das erste Mal das versucht wird, einen Raumhafen ausschließlich für die private bemannte Raumfahrt zu bauen.“
Da
Virgin Galactic, die
Rocket Racing League und andere Unternehmen Interesse angemeldet haben, erwartet Homans, dass horizontal und senkrecht startende Raumfahrzeuge in New Mexico zum Einsatz kommen werden.
Virgin Galactic entwickelt ein suborbitaltaugliches Passagierschiff, welches auf dem Design von
SpaceShipOne basiert.
SpaceShipOne wurde durch ein Trägerflugzeug in die Luft gebracht und vor dem Zünden der Triebwerke ausgeklinkt.
Es ist jedoch bisher nicht klar, ob es ausreichend Nachfrage nach traditionellen senkrecht startenden Raketen gibt. „Unsere Regel von Beginn an lautete, nur weiter zu bauen, wenn ein großer Kunde vor der Tür steht,“ sagt Homans. „Wir haben das jetzt bei den Horizontalstartern. Das fehlt uns noch bei den klassischen Raketen.“
Bisher wurde in New Mexico eine vorläufige Startrampe für den ersten Kunden errichtet. Man hofft in diesem Sommer eine
Spaceloft XL von
UP Aerospace starten zu können. An Bord der Suborbitalrakete sollen mehr als 40 Schulexperimente mit fliegen.
Verläuft alles planmäßig, dann wird die sechs Meter hohe Rakete auf der benachbarten
White Sands Missile Range landen und mitsamt den Experimenten geborgen werden. Die Rakete wurde letzte Woche zur Startrampe gebracht.
„Wir sind uns bewusst, dass die Welt auf uns schaut und deshalb wollen wir alles richtig machen,“ sagt Eric Knight, der CEO von
UP Aerospace. Im Erfolgsfall sind zwei weitere Starts für 2006 geplant.
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