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Start zu erster ISS-Langzeitmission der ESA am 1. Juli
19. Juni 2006. Der geplante sechs- bis siebenmonatige Weltraumaufenthalt des deutschen ESA-Astronauten Thomas Reiter als Mitglied der ständigen Bordmannschaft der Internationalen Raumstation (ISS) steht unmittelbar bevor. Wie die NASA heute mitteilte, soll der Start des US-Raumtransporters Discovery, mit dem Reiter zur ISS fliegen wird, am 1. Juli stattfinden.


Raumfähre Discovery Vergrößerung (700k) (Quelle: NASA)

An diesem Tag soll Discovery um 21.48 Uhr MESZ (19.48 Uhr GMT) vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida, abheben. Das Andockmanöver an die ISS ist für den dritten Tag der Mission vorgesehen.

An Bord der ISS wird Reiter zur gegenwärtigen Bordmannschaft stoßen und während seines Aufenthalts an der Seite des russischen ISS-Kommandanten Pawel Winogradow und des NASA-Flugingenieurs Jeffrey Williams arbeiten. Reiter, seit 1992 ESA-Astronaut, hat bereits Erfahrung mit Langzeitraumflügen: 1995/1996 verbrachte er im Rahmen der ESA-Mission EuroMir95 179 Tage an Bord der russischen Raumstation Mir.

Diese Astrolab getaufte Mission markiert nicht nur den Beginn der Langzeitpräsenz europäischer Astronauten an Bord der ISS, sondern auch die Rückkehr zu einer dreiköpfigen ständigen Bordmannschaft; das Hinzukommen eines weiteren Mitglieds bedeutet, dass mehr Zeit für wissenschaftliche Experimente zur Verfügung steht. Die Mission besiegelt außerdem die Wiederaufnahme der Raumtransporterflüge und - mit den bevorstehenden Starts der in Europa entwickelten Verbindungsknoten Nr. 2 und 3 und des ESA-Labors Columbus - die Fortsetzung des Zusammenbaus der Station.

Bei der Mission Astrolab werden bereits einige wichtige ESA-Geräte mitgeführt, die in die Station eingebaut werden sollen, wie die erste -80 °C erreichende Gefriereinrichtung MELFI, die für die langfristige Konservierung biologischer Proben und von Experimentergebnissen entwickelt wurde.

Außerdem wird erstmals ein europäisches Kontrollzentrum für eine bemannte Langzeitmission zur ISS zum Einsatz kommen, wodurch der Weg für eine größere Präsenz der ESA an Bord der Station nach der Integration des Columbus-Labors geebnet wird. Das Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen bei München wird die Haupteinrichtung für die europäischen Aktivitäten während der Mission Astrolab sein.
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Quelle: ESA zur Startseite...



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