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ESA schenkt Vereinten Nationen eine Momentaufnahme unseres Planeten
29. Juni 2006. Die Europäische Weltraumorganisation hat heute den Vereinten Nationen in Genf ein aus Bildern der Erdoberfläche ihres Envisat-Satelliten geschaffenes Mosaik als Momentaufnahme der derzeitigen Beschaffenheit unseres Planeten geschenkt. Es soll künftigen Generationen als Zeugnis dienen.


Aus Meteosat Daten zusammengesetztes Bild der Erde (Quelle: ESA).

Das Bild wird einen festen Platz in dem neuen Gebäude des Palastes der Vereinten Nationen am Pregny-Tor erhalten. Herr Sergei Ordzhonikidze, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf, hat es in deren Namen von Herrn Dr. Volker Liebig, ESA-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme, entgegengenommen.

Dieses Mosaik von Bildern der Erdoberfläche, die vom Instrument MERIS an Bord des ESA-Umweltsatelliten aufgenommen wurden, zeigt den gesamten Planeten "in seinen echten Farben". Für die Erstellung dieses Mosaiks wurden insgesamt 1561 Satellitenumläufe von Mai bis November 2004 genutzt. "Wälder, Wüsten, Berge und Ozeane sind deutlich zu erkennen. Das Mosaik bietet eine Momentaufnahme unseres Planeten zu Anfang des 21. Jahrhunderts aus einer Perspektive, die nur ein Satellit liefern kann", erklärte Volker Liebig.

Envisat wurde 2002 gestartet und ist der größte Erdbeobachtungssatellit, der je gebaut wurde. Er führt zehn hoch entwickelte optische und Radarinstrumente mit, die die Bodenfläche, die Atmosphäre, die Ozeane und die Eiskappen der Erde ständig beobachten und überwachen. Alle Envisat-Daten zusammen liefern eine Fülle von Informationen über die Entwicklung des Systems Erde, einschließlich Informationen über Faktoren, die den Klimawechsel beeinflussen.

Das abbildende Spektrometer mittlerer Auflösung (MERIS) misst die von der Erde reflektierte Sonnenstrahlung mit einer Raumauflösung von 300 m und mit 15 Spektralbändern im sichtbaren/nahen Infrarot-Bereich. Ferner ist es hinsichtlich Bandbreite und Position programmierbar. Alle drei Tage deckt es die Erde vollständig ab.

Die ESA und UNOSAT, das Projekt der Vereinten Nationen für den Zugang zu Satellitenbildern und deren Anwendungen, treten bei verschiedenen Initiativen und Programmen, die die Nutzung von Satellitentechnologien zur Erleichterung der Arbeit der internationalen Gemeinschaft und insbesondere der VN-Fachorganisationen verstärken sollen, als Partner auf. UNOSAT setzt sich im Rahmen von UNITAR, dem Ausbildungs- und Forschungsinstitut der Vereinten Nationen, für Projekte und Programme ein, die Schwellenländern und insbesondere regionalen Gemeinden Zugang zu solchen Technologien verschaffen sollen, und unterstützt humanitäre Hilfsaktionen.

Die ESA arbeitet eng mit den VN-Fachorganisationen zusammen. Seit dem Jahr 2000 hat sie Initiativen auf den Weg gebracht, die mit Hilfe von Beobachtungstechnologien die Anwendung wichtiger multilateraler Umweltübereinkünfte, wie z. B. des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen, fördern sollen. Seit dem Weltgipfel 2002 für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg hat die ESA eng mit UNOSAT und VN-Fachorganisationen an Nachhaltigkeitsinitiativen und Projekten für die Entwicklung der globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachungsdienste (GMES) zusammengearbeitet.
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