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Internet Milliardär baut einen Raumflughafen
31. Juli 2006. Die 2200 Einwohner von Van Horn in Texas scheinen sich an die Idee zu gewöhnen, einen Raumhafen in ihrem Hinterhof zu haben.


Von den Plänen konnte ich leider kein Bildmaterial finden. Deshalb Jeff Bezos auf einem TIME Cover von 1999. (Quelle: Time Warner/Wikipedia)

Das Unternehmen Blue Origin mit Amazongründer Jeff Bezos an der Spitze hat Pläne für den Bau einer Startrampe eingereicht, um von dort eines Tages die geplante New Shepard Rakete starten zu lassen.

Ein Prototyp dieser Rakete könnte noch in diesem Jahr bis zu zehn suborbitale Testflüge durchführen. Die Rakete soll aufrecht starten und landen und könnte bereits 2010 die ersten Passagiere an den Rand des Weltraums bringen.

Zunächst muss jedoch die staatliche Flugaufsichtsbehörde (FAA) die Analyse der Auswirkungen der Startrampe auf die Umwelt, die Blue Origin kürzlich eingereicht hatte, prüfen und genehmigen.

Am Dienstag fand in Van Horn eine Anhörung zum Thema statt. Bezos ist Besitzer eines großen Geländes, von dem 7527 Hektar für die Pläne benötigt werden. „Die Leute freuen sich darüber,“ sagt Ron Helm, der sein Vieh auf angrenzenden Weiden hielt. „Wir kennen viele der Leute von Blue Origin. Sie sind ehrliche Leute.“

In die Region kommen bereits zahlreiche Touristen um den Guadalupe Mountains National Park und den Big Bend National Park zu besuchen. Ein Raumflughafen könnte noch mehr Touristen und deren Dollars in die Gegend lenken. „Wer hätte gedacht, dass Van Horn in Texas einmal an vorderster Front der Entwicklung der Raumfahrt stehen könnte,“ sagt Helm.

Blue Origin hatte die Pläne für seine Rakete und das Startgelände bis zur Veröffentlichung der umwelttechnischen Untersuchung im Juni weitgehend unter Verschluss gehalten. “Wir geben neben den für die Untersuchung notwendigen Angaben keine weiteren Details bekannt,“ sagte Unternehmenssprecher Bruce Hicks.

Aus den Unterlagen geht jedoch hervor, dass je Flug mindestens drei Touristen an Bord sein sollen. Die Rakete besteht aus einem Antriebsmodul und einer Kapsel für die Besatzung an der Spitze.

Die Touristen werden eine Startphase von etwa zehn Minuten erleben. Die Rakete zündet ihre Antriebe für zwei Minuten, anschließend fliegt sie weiter bis zur geplanten Höhe von 99 060 Metern. Sollte etwas schief gehen, kann die Kapsel mitsamt Besatzung von der Antriebsstufe getrennt werden und an einem Fallschirm hängend zur Erde zurück schweben.

Im Erfolgsfall folgt die gesamte Rakete ihrer Parabelbahn und fällt zurück zur Erde. In einer Höhe von mehreren Hundert Metern und 15 Sekunden vor der Landung startet der Antrieb der Rakete erneut und bremst die Rakete ab.

Blue Origin plant eine aufrechte Landung auf einer Betonfläche, die sich 6, Kilometer von der Startrampe entfernt befindet. Etwa ein Start pro Woche ist möglich, entsprechender Bedarf natürlich vorausgesetzt.
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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