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Weltreise 2007
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Weiter Richtung Süden
09. Januar 2007, Lilian Manthei. Ich sitze im Garten unseres neuen Hostels in Puerto Madryn an der Küste Argentiniens. Es sind ca. 35 Grad, aber im Schatten und im kräftigen Wind gut auszuhalten. Um mich herum liegen 5 Leute- Argentinier und Holländer. Alle aalen sich in der Sonne und laufen ab und zu zum Gartenschlauch und kühlen sich ab.


Das Eis ist in Pehuen-Co noch grösser als Lilian's Augen (Quelle: Ingo).

Wir haben zunächst 3 Tage und 2 Nächte in der lauten Stadt Bahía Blanca verbracht, um uns von den anstrengenden Ereignissen zu erholen und immer mal wieder am Busterminal nach den Zeltstangen zu fragen. Ich habe sie bereits abgeschrieben. Das ist zwar ein großes Busreiseunternehmen, aber die sind hier lange nicht so organisiert wie bei uns. Es gibt garantiert keine zentrale Sammelstelle für übrig gebliebene Gepäckstücke! Aber Ingo hat immer noch Hoffnung, dass sie ihm irgendwann eine mail schicken, in der steht, dass er seine Zeltstangen abholen kann. Nun, wir haben trotzdem ein neues Zelt gekauft. Es war nicht viel teurer, als nur einzeln neue Stangen zu kaufen. Da die Heringe auch fehlten war es sicherer ein komplett neues Zelt zu kaufen. Natürlich ist die Qualität im Vergleich zum alten Zelt minimal, so dass wir Angst haben, dass es in Patagonien dem Sturm nicht standhält.

In Bahía Blanca kann man toll shoppen! Es ist alles soo billig für uns und sieht auch mal anders aus als nur immer H&M und P&C. Leider habe ich dafür kein Geld, keine Freundin und keinen Platz im Rucksack. Ingo habe ich aber dazu überreden können wenigstens in einen Laden mitzugehen. Da stand er nun und musste für mich auf Spanisch fragen wie viele Klamotten man mit in die Damenumkleide nehmen darf. Ich sollte natürlich was Grünes kaufen (Froschgrün) und ein argentinisches Fußballtop. Na gut, so hatten wir wenigstens beide unseren Spaß!

Am Mittwoch wollten wir einen Ausflug in die Sierra machen, konnten aber keinen Platz mehr ergattern. So fuhren wir nach Pehuen-Co, ein malerisches Dorf an der Küste. Hier haben die reichen Argentinier ihre Ferienhäuser und die sind vom Feinsten! Außer 6 Campingplätzen und ein paar Fischrestaurants und Eisbuden gibt es nur 2 Hotels. Der Strand ist einsam und weitläufig. Wir hüpften in die Wellen und genossen die gute Luft. Abends ging es mit dem Bus zurück in die Stadt.

Donnerstag kauften wir das Zelt, ließen Ingos Rucksack nähen, waren im Internetcafé und machten einen Ausflug in den Zoo. Der kostet hier keinen Eintritt und ist für jeden zugänglich. Die Gehege sind leider klein und wenig liebevoll gestaltet. Die 3 Löwinnen lagen in einem Minikäfig in der prallen Sonne auf staubigem Boden und auch die Esel, Pfauen, Lamas, Strauße und Affen guckten traurig aus der Wäsche.

Abends sind wir um 21 Uhr am Terminal de Omnibuses gewesen, aber der Bus kam schon mit 1 Stunde Verspätung an. Ich habe meine Dramamine genommen und bin diesmal von der Reisekrankheit verschont geblieben. Die Klimaanlage lief auf Hochtouren und es war sehr kalt. Ansonsten bin ich ab jetzt FÜR Nachtfahrten. Die scheine ich besser zu vertragen. Nur zeigen die so komische Filme- Butterfly Effect II.

Um 7 Uhr kamen wir hier in Puerto Madryn an. Das dritte Hostel hatte Platz für uns, allerdings im Doppelstockbett. Aber egal. Besser als im ersten, wo jeder in einem anderen Schlafsaal hätte schlafen sollen! Pah, das mache ich nicht mit! Wir sind trotz ein paar Stunden Schlaf im Bus ganz schön daneben. Deshalb ist ein Tag nach der Nachtfahrt doch eher nur zum Relaxen (Ingo schläft gerade). Dafür hat man das Geld für eine Übernachtung gespart, die man bei einer Tagesbusreise auch noch bezahlen muss. Ich denke wir machen die Busreisen je nach Wegstrecke und Landschaft aus. Es gibt auch Strecken, die muss man am Tag machen, da sie landschaftlich sehr interessant sind.

Aber wir haben uns vorhin an den Strand bewegt und haben sogar gebadet, obwohl das Wasser sehr kalt war (14 Grad!) und ohne Wellen. Es hat richtig an den Waden geschmerzt, wie Nadelstiche. Fast keiner war schwimmen außer uns- bin ganz stolz!

Morgen geht's auf die Halbinsel zum Seelöwen bewundern. Wale werden wir wohl nicht sehen, da die Paarungszeit im Dezember endet. Da tummeln die sich hier zu Hunderten. Bis bald!!! Hasta luego!!!
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Quelle: Ingo zur Übersicht...



Weitere Bilder

Theater Bahia Blanca

Pehuen-Co

Eitler Pfau

Endlich ein Burger!

Arme Löwinnen

Strand von Pehuen-Co




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