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Glaciar Perito Moreno
05. Februar 2007, Lilian Manthei. Gletschermassen soweit das Auge reicht! Der beeindruckende Gletscher Perito Moreno misst 14 km in der Länge bis zu den Bergen im Hintergrund, 4-5 km Breite und ist an der Front bis zu 55 Meter hoch. Es knackt und knirscht permanent im Inneren der Eismassen. Wenn man Glück hat bricht eine der großen Frontzacken ab und rauscht in den See, um in kleinen Stücken wieder aufzutauchen und weiter zu schwimmen.


Der Gletscher Perito Moreno Vergrößerung(Quelle: Lilian & Ingo)

Der Reihe nach: Nachdem wir uns von unserer Trekkingtour mit einem Tenedor Libre (wörtlich: Freie Gabel, All you can eat) mit 2 anderen Paaren (Tuende & José, Britta & Simon) belohnt haben, sind wir nach El Calafate gefahren. Von Puerto Natales aus sind es 4 Stunden Fahrt plus Grenze. So wird das hier gesagt, da man ja durchaus 2,5 Stunden an der Grenze verbringen kann wie wir letztes Mal. Aber diesmal ging es schneller nach Argentinien zurück.

In El Calafate ist alles auf Touristen ausgerichtet und dementsprechend teuer und nobel. Wir hatten Glück und haben auf den Rat von Britta und Simon hin im Obstgarten der Hospedaje Jorgito gezeltet. Es war sehr windig, aber in der Sonne schön warm. Das Zelt ist immer noch heile! Ingo sichert die Stangen immer mit vielen Schnüren am Baum und mit Steinen.

Um zum Gletscher zu gelangen braucht man ein Auto oder fährt mit dem Touristenbus in den Nationalpark hinein. Das mussten wir natürlich tun, da Autos mieten zu teuer ist zu zweit.

Wir hielten auf der Halbinsel, die in den Lago Argentino hineinragt. Der Gletscher Perito Moreno kommt von der gegenüberliegenden Seite und reicht bis zur Halbinsel, auf die er sich mit dem Ende aufstützt. So teilt er den See in 2 Teile. Es gibt aber einen Tunnel, so dass sich das Seewasser unter dem Gletscher hindurch gleichmäßig verteilen kann. Früher alle 4-7 Jahre, heute seltener verschließt der Gletscher den Tunnel und der Seewasserspiegel der einen Seite steigt an. Bis der Wasserdruck so hoch ist, dass die Gletscherwand gesprengt wird. Oder das Tunneldach stürzt ein. Zuletzt geschah das 2004, davor 1988. Da sind viele Menschen dabei und auch das Fernsehen.

Uns begeisterten die 3 Stunden, die wir das Getöse beobachten durften. Der Gletscher schiebt sich mit der Front 40cm vor und dementsprechend aktiv ist er. Wir haben ein paar tolle Bilder von einstürzenden Eiszacken gemacht!

Weiter ging es in Richtung Norden, Ziel ist Bariloche. Die Strecke gestaltet sich schwierig. Entweder fährt man wieder an der argentinischen Küste nach Norden oder mit Boot, Bus, Fähre etc. langwierig und teuer über Chile oder wie wir ca. 35 Stunden über die Schotterpiste Ruta cuarenta (Ruta 40).

Erster Zwischenstopp war El Chaltén. Dort zelteten wir trotz 70kmh Windgeschwindigkeit. Dies ist ein Ort im Nichts mit 350 Einwohnern, gilt aber als Trekkingmetropole. Es ist der Ausgangspunkt für Kletterer und Trekker, die zum Fitz Roy (3405m) und zum Cerro Torre (3102m) wollen. Ich hatte ja erstmal genug vom Wandern und so beschlossen wir eine kleine Tour von 3 Stunden zu machen. Da ich aber falsch abbog und zwar zum Fitz Roy (8 Stundentour und 750 Höhenmeter) und Ingo nichts sagte (mieser Kerl), wanderten wir wiederum steil und lange. Ich schimpfte über die Steine und die Steilheit. Oben angekommen: wieder ein toller Ausblick auf den Fitz Roy und die Laguna de los Tres. Es gab ein Sonnenbad und eine Brotzeit zur Versöhnung.

Gestern fuhr uns der Bus 14 Stunden über den Schotter durchs Niemandsland hierher nach Los Antiguos. Morgen ist Stadtfest mit Grillen und Tanz, alles Gratis. Das ist natürlich ein toller Anlass zwei Tage hier zu verbringen.
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Quelle: Ingo zur Übersicht...



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