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Seelöwen am Hafen von Valdivia
14. Februar 2007, Lilian Manthei. Es ist Día de los enamorados (Valentinstag). Ich sitze mit Ingo im Wohnzimmer des Hostal International in Valdivia während es draußen ordentlich regnet. Wir essen Schokolade und machen gleich einen Tee, damit es warm wird. Ein bisschen wie an der Nordsee. Auch der Hafen ist ähnlich wie in Friesland mit vielen Möwen, die über Kuttern kreisen und auf Fischreste warten. Nur den außergewöhnlichen Fischmarkt und die Seelöwen am Ufer gibt es bei uns nicht!


Satter Seelöwenbulle sonnt sich am Fischmarkt von Valdivia (Quelle: Lilian)

Zunächst waren wir in Bariloche. In dieser lauten Urlaubsstadt der Argentinier haben wir mal wieder alles gehabt, was man sonst nicht unbedingt haben konnte: Supermärkte, Shopping Malls, Restaurants, Internet überall etc. Doch auch die Preise sind städtisch. Wir haben es uns in einer netten Pension gut gehen lassen, nachdem wir eine Nacht im 5er-Schlafsaal verbracht hatten.

Wir wanderten auf Bariloches Hausberg, den Cerro Otto. Ich fragte mich, weshalb wir in der Mittagshitze 3 Stunden da hoch marschieren, wo es doch eine Gondelbahn gibt…Oben saßen wir schön in der Sonne mit herrlichem Ausblick auf die Stadt, den See Nahuel Huapi, die Inseln und die "snowcapped mountains" rundherum. Zu meiner Freude langte unser Geld, um mit der Gondel runter zu fahren! Im Winter fahren sie hier Ski, kann man sich bei der Hitze kaum vorstellen!

Am Folgetag fuhren wir mit dem Bus zum Ende der Halbinsel, wo sich ein bekanntes Luxushotel, das Llao Llao (gesprochen Schau Schau), befindet. Dort schauten wir interessiert beim Golfspielen zu. Angeschlossen ist ein Nationalpark, in dem wir durch Bambuswälder- und Tunnel wanderten. Ingo fand wieder Essbares am Wegesrand: Walderdbeeren. Wir gelangten zu einem weiteren See und badeten.

Samstag fuhren wir mit dem Bus nach Chile, nach Puerto Montt. Auf der Fahrt tauchte der Vulkan Osorno mit seiner perfekten Form (angeblich gehört er zu den fünf perfektesten Vulkanen weltweit) und Schneekappe vor uns auf- beeindruckend!

Ich war vor 18 Jahren schon mal in Chile. Damals habe ich mit meiner Oma Verwandte in Concepción besucht. Ich konnte mich noch an die Markthallen am Hafen von Pt. Montt erinnern, in denen wir Taschenkrebse, Kartoffeln und Wurst gegessen hatten. Genau diese Markthallen haben wir wieder entdeckt! Wir aßen endlich mal wieder guten Fisch: Locos (wir glauben eine Art Meeresschnecke, von der mir übel wurde), lecker Merluza (Seehecht) und Congrio (Meeraal).

Leider ist die Stadt sehr runtergekommen und schmutzig. Es streunen Hunde überall rum und abends sollte man lieber ein Taxi nehmen. Unser Hostal war auch nicht sehr gemütlich und abends wurden wir bereits für die kommende Nacht abkassiert. Wir machten aber einen schönen Tagesausflug zum Vulkan Osorno (2600m). Wir fuhren Boot, badeten in Vulkanseen, sahen eine grüne Lagune und die Wasserfälle von Petrohue. Auch dort war ich damals mit 12 Jahren schon und meine mich zu erinnern. Ich werde zu Hause alles mit den Fotos von damals vergleichen! Wir verließen Puerto Montt fluchtartig, nachdem ich auch noch über eine tote Riesenmaus stolperte! Igitt!

Wir fuhren mit dem colectivo (Stadtbus) nach Frutillar bajo. Dies ist einer von vielen Orten mit deutschem Einschlag. Die Architektur ist deutsch, die Cafés verkaufen "Kuchen", die Häuser heißen z.B. "Kloster Seehaus". Nach einem Bad im See und einer Empanada fuhren wir über Osorno nach Valdivia.

Da wir sehr geschlaucht sind von der Reiserei, legten wir hier 2 gemütliche Tage ein. Man unterschätzt die Anstrengung und denkt es sei wie Urlaub. Aber wir sind nirgends länger als max. 3-4 Nächte, stehen oft früh auf, um zum Bus zu kommen, schleppen die Rucksäcke von A nach B, haben wechselndes Klima, haben ca. 5000km in 5 Wochen zurückgelegt und ich habe noch die Reisekrankheitsproblematik. Das mussten wir uns erst mal klar machen. Denn wir wussten gar nicht wieso wir so erschlagen sind. (Nein ich will kein gespieltes Mitleid- ich weiß wie gut es uns geht!).

Auf jeden Fall ist es hier gemütlich und wir genießen das Treiben am Hafen, die deutschen Daunendecken, deutsches Fernsehen (Deutsche Welle TV) und heute auch noch Kino.

Morgen fahren wir nach Villarica. Dort wollen wir von Pucón aus auf einen aktiven Vulkan steigen. Reisen ist hier so einfach: Man geht zum Busterminal, sucht sich ein Ziel aus, kauft ein Ticket und steigt ein. Und es ist günstig! Da sollte sich die DB mal ein Beispiel nehmen!
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Quelle: Ingo zur Übersicht...



Weitere Bilder

Seelöwen in Valdivia

Lilian und Vulkan

Vulkan Osorno

Saltos de Petrohue

Hotel Llao Llao

Hofblick Pt. Montt

Lago Nahuel Huapi




Copyright 2004-2006 Raumfahrt24.de Blog für unsere Weltreise 2007 Herausgeber: Lilian & Ingo