Raumfahrt24.de/weltreise
Raumfahrt24 Service Partner Sponsoren Impressum Kontakt

Weltreise 2007
Übersicht






Astro Medien


Astroshop Tipp



Verwandtenbesuch in Concepción
26. Februar 2007, Lilian Manthei. Als wir nach der Vulkanbesteigung Villarica verließen, wussten wir noch immer nicht, ob wir in Concepción, unserer nächsten Station, meine Verwandten treffen würden. Ich hatte eine Woche zuvor eine E-mail geschrieben, die unbeantwortet blieb. Weshalb, sollte ich bald erfahren…


Lilian und Anneliese (Quelle: Ingo)

Wir fuhren über Temuco, wo ich vom Busbahnhof aus in der Firma von Manfred anrief. Dort erfuhr ich, dass er mit seiner Familie im Süden Chiles im Urlaub sei. (Was für ein Pech- da kommen wir doch gerade her!). Aber seine Mutter Anneliese sei da. Leider brach dann die Verbindung ab. Also beschlossen wir nach Conce (Abkürzung für Concepcion) zu fahren und morgen Anneliese anzurufen!

Vor 18 Jahren, als ich gerade 12 Jahre alt wurde, bin ich mit meiner Oma vier Wochen nach Concepción zu unseren Verwandten gefahren. Anneliese ist die Kusine meiner Oma und ist 1948 nach Chile ausgewandert. Wir haben dort eine tolle Zeit verbracht und ich habe viele gute Erinnerungen daran. Wir haben Weihnachten auf der Terrasse gefeiert, waren am Meer und sind auch in den Süden nach Puerto Montt und Osorno gefahren. Leider habe ich damals den Briefkontakt nicht gehalten und seit meine Oma nicht mehr lebt, ist der Kontakt ganz abgebrochen. Sehr schade!

Nach einer Nacht in einem einfachen Hostal nahe der Plaza Independencia haben wir also bei Omas Kusine angerufen! Die Hausangestellte Gloria ging ans Telefon und redete so schnell, dass ich an Ingo weitergeben musste. Er verstand: Die Senora sei in der Stadt. Wir sollten doch kommen und auf sie warten.

Mit dem nächsten Bus fuhren wir am Fluss Bio-Bio entlang. Hier begann eine schöne Wohngegend, die im Gegensatz zur Innenstadt ruhig und grün ist. Noch zweimal abbiegen und dann waren wir da…die Erinnerung an das Grundstück stimmte noch! Wir klingelten am Gartentor und mein Herz schlug bis zum Hals! Gloria öffnete, begleitet von zwei Hunden. Wir folgten ihr den Gartenweg hinauf zur Terrasse, derselben, auf der ich meinen 12. Geburtstag gefeiert hatte!

Walter, Annelieses Sohn, begrüßte uns. Dann kam Anneliese und sagte: "Das kleine Mädchen von damals!". Es war eine sehr herzliche Begrüßung. Wir setzten uns auf die herrlich blumige Terrasse und erzählten- jede ihre Geschichte und die der Familie. Es gab natürlich viel zu berichten!

Walter bot uns an morgen einen Ausflug zu machen. Das Angebot nahmen wir gerne an und verschoben unsere Abfahrt auf den folgenden Abend. Wir besichtigten noch am selben Tag ein Fischerdorf an der Küste, wo es leckere Empanadas (Teigtaschen) mit Krebsfleisch gab und anschließend das städtische Krankenhaus in Conce. Letzteres war sehr interessant für mich und wenn man deutsche Verhältnisse gewohnt ist auch abschreckend! In den Zimmern liegen 8-12 Patienten und abends um 21 Uhr war die Notaufnahme mit mindestens 50 Patienten gerammelt voll!

Am nächsten Tag fuhren wir also mit Walter los, nachdem wir sein herrliches, selbstgebackenes Vollkornbrot gefrühstückt hatten (super nach 7 Wochen Weißbrot!). Zunächst badeten wir in den Wellen an der Playa Blanca und Ingo lieh sich ein Bodyboard. Nach drei Stunden Sonne ging es 40 Meter tief ins Kohlebergwerk von Lota, eine der ärmsten Städte Chiles. Seit die Minen geschlossen sind, haben die Menschen keine Arbeit mehr, sagt Walter. Wir mussten immer nach dem Auto schauen, da hier viel gestohlen wird…

Der Ausflug war sehr interessant, vor allem weil wir Einblicke bekommen haben in das Leben hier, die wir ohne Walters Führung nie bekommen hätten. Die ärmlichen Holzhütten von Lota werden uns in Erinnerung bleiben.

Abends saßen wir mit Anneliese und Walter in der Küche zusammen und erzählten und zeigten Fotos am Laptop. Wir tauschten E-Mail Adressen aus und versicherten einander diesmal den Kontakt zu halten.

Es war sehr schön wieder in Concepción gewesen zu sein und hat mir viel bedeutet! Leider stiegen wir um 23 Uhr schon wieder in den Nachtbus nach Santiago. Es muss ja weitergehen. Wir haben nur noch 5 Wochen Zeit und Peru, Bolivien, Uruguay und Paraguay warten!
Leserkommentare zu diesem Artikel
Quelle: Ingo zur Übersicht...



Weitere Bilder

Walter auf der Terrasse

Auf dem Weg nach unten

Echte Männer

Statuen überall

Minenstadt Lota




Copyright 2004-2006 Raumfahrt24.de Blog für unsere Weltreise 2007 Herausgeber: Lilian & Ingo