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Weltreise 2007
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Einsatz fuer "Aerzte fuer die dritte Welt" in Manila
29. September 2007, Lilian Manthei. Die erste Woche von insgesamt sechs ist geschafft und ich bin froh hier zu sein! Am ersten Tag war mein Einsatz im Healthcarecentre in Bagong Silang (noerdl. von Manila center), wo ich von 8 bis 17 Uhr Sprechstunde hielt. Dank meiner Interpreterin Elvie lief alles gut ueber die Buehne! Doch dann kam der Dienstag...Rolling Clinic Tag!


Arbeitsbedingungen vergroessern (Source: Lilian)



Ich wurde mit der RC (Rolling Clinic) um 7.30 Uhr am Doctors House abgeholt. Unser Wagen ist ein Lieferwagen mit 2 Baenken hinten drin, auf denen die 4 Maedels vom staff sitzen, und sich die Medikamentenkisten befinden. Ich sitze vorne neben Fahrer Lauro, der sehr lustig ist. Auf den Fahrten, die zwischen 15 und 50 Minuten lang sind sehe ich bereits WIE meine Patienten wohnen: in Bretterbuden, Holzhuetten bestenfalls mit Wellblechdach, rundherum dreckige Pfuetzen, Kraetzekranke Hunde, Huehner und v.a. Muellberge. Einige haben kein fliessendes Wasser und daher entsprechende Krankheiten.

Unsere Einsatzorte sind entweder draussen unterm Zeltdach oder in Privatunterkuenften oder unter einem Dach neben einer Kirche. Am Dienstag war es unter einem Zeltdach auf einem Firmengelaende. Die Patienten waren von den zwei freiwilligen Helfern vor Ort bereits auf Stuehle verteilt worden, stillten z.T. ihre Kinder und schauten uns zu beim Aufbauen. Ich kam mir vor wie im Kino. Nur dass ich hier die Hauptrolle hatte als rothaarige Fremde "doctora".

Ein Tisch diente als Medikamentenausgabe, einer uns zur Sprechstunde. Ueber 100 Patienten habe ich taeglich behandelt. Bronchitis, Lungenentzuendung, Hautausschlaege, Scabies (Kraetze), Pilze, Abszesse, Wuermer, Laeuse, Harnwegsinfekte, Karies, Tuberkulose, Ruecken- oder Bauchschmerzen, Strumata und Unterernaehrung sind an der Tagesordnung. Selten sind es Notfaelle, und wenn, dann ist das Krankenhaus zu teuer und man steht hilflos da. Aber Saeuglingen mit 40 Fieber und pfeiffender Lunge kann man mit einem Antibiotikum helfen. Ohne die RC sind zuvor viele daran zugrunde gegangen. Auch Vitamine, Milch, Extramahlzeiten und Hygieneanleitungen kann man geben.

Elvie hilft mir enorm und schreibt die Rezepte perfekt und schnell, so dass ich kaum hinterher komme mit meiner Untersuchung, Dokumentation und Dosisberechnung. Nur so kann man die Patientenflut bewaeltigen! Aufnahme, Wiegen, Messen, Kurzanamnese und Medikamentenergabe mit Anleitung uebernehmen die anderen staff Mitglieder. Es ist ein tolles, perfekt eingespieltes Team, das alle 14 Tage mit einem anderen German doctor zusammen arbeitet. Respekt!

Mittags gibt es Reis, Fisch und Gemuese, wobei ich immer Suessigkeiten beisteuere, die fuer alle zu teuer sind. Sie freuen sich darueber und es bleibt nie etwas uebrig. Abends diskutieren Ursula, meine Kollegin, und ich die Faelle und was man besser machen koennte. Sie arbeitet mehr in Richtung Manila Stadt und hat immer ein Haelthcenter, in dem auch Blut-, Stuhl- und Urinanalysen machbar sind. Dagegen spalte ich die Abszesse im Freien auf dem Tisch, auf dem es anschliessend Mittagessen gibt.

Naechste Woche geht es so weiter und danach sind wir 4 Wochen auf Mindoro bei den Mangyans, einer ethnischen Minderheit. Diese leben in den Bergen und es wird sicher noch spannender sie zu besuchen.
Quelle: Ingo zur Übersicht...



Weitere Bilder

Welcome!

Doctor's House

Crew im Bus

Wartende Patienten

In der Botschaft



Copyright 2004-2006 Raumfahrt24.de Blog für unsere Weltreise 2007 Herausgeber: Lilian & Ingo