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Java - Tempel und aktive Vulkane
29. September 2007, Ingo Froeschmann. Geplant hatte ich vier Tage Java, geworden ist daraus eine Woche, weil die Vulkane Merapi und Bromo dann doch zu verlockend waren. Die indonesische Hauptstadt Jakarta kann es verkehrstechnisch mit Mexiko City oder Bangkok aufnehmen, ein Alptraum.


Links der rauchende Bromo Vulkan, rechts der perfekt geformte Bladok vergroessern (Source: Lilian)



Die erste Nacht in Jakarta bin ich von Muecken zerstochen worden, zum Glueck gibt es dort keine Malaria. In der Gegend der Jaksa Strasse laufen die veruecktesten Charaktere herum. Ladyboys die mit einem Ghettoblaster durch die Strassen laufen, einige Backpacker und reichlich Prostituierte. Manche wollen aber auch nur feiern. 30 Minuten nach meiner Ankunft haelt ein Auto neben mir, drin sitzen drei Indonesierinnen und ein Weisser und sie versuchen mich ins Auto zu komplimentieren. Ich fluechte ins Hostel.

Ich laufe zu Fuss zum Hafen, ein ordentliches Stueck, besonders weil es keine Buergersteige gibt, oder wenn, dann sind sie mit Auslagen zugestellt. Ausruhen kann ich mich im Cafe Batavia, einem Cafe im Kolonialstil in einem entsprechenden Gebaeude. Da sind sogar noch die Toiletten gemuetlicher eingerichtet als ein Star Bucks Cafe (und die sind ja nicht schlecht). Krasser Gegensatz dazu ist der Hafen, nur ein paar hundert Meter entfernt. Das Wasser stinkt und das Be- und Entladen der Schooner (aus Holz, aber mit Motor) geschieht von Hand. Ein cooles Gefuehl, mit einem kleinen Ruderboot um die Kaehne zu schippern.

Das 8 Zugstunden von Jakarta entfernte Jogjakarta ist Stuetzpunkt fuer den Tempel von Borobudur und den Vulkan Merapi. Borobudur ist gut restauriert und man kann nur hoffen, dass das alles authentisch ist. Nach Angkor Wat erscheint es mir fast unglaublich, dass ein Tempel so gut erhalten und sauber sein kann. Zwei Stunden an den Reliefs entlangzulaufen und interessante Szenen oder Figuren zu suchen ist ein Genuss.

Merapi war dagegen kein Genuss. Mitten in der Nacht beginnt der Aufstieg, nachdem man drei Stunden vorher zum Fuss des Berges gekarrt wurde. Im Mondschein kaempfen sich 20 Touristen einen staubigen Hohlweg hoch. Anscheinend sind wir viel zu frueh losgegangen, denn wir machen immer wieder unnoetig lange Pausen. Wahrscheinlich werden hier auch Touristen hochgelockt, fuer die das eigentlich zu schwierig ist, und die Zeit ist da mit eingeplant. Um kurz nach vier erreichen wir einen Lagerplatz und der Fuehrer eroeffnet uns, dass es fuer einen Aufstieg zu windig ist. Schade, kein Blick in einen Krater, aber Lava haette es sowieso nicht gegeben. Nach einer weiteren Stunde Wartezeit, die Sonne ist gerade aufgegangen, geht ein Teil der Gruppe weiter bis zum Plateau, von dem aus der Vulkan besser zu sehen ist und ausserdem ein paar Graeber von Opfern des Vulkans. Immerhin ist es einer der aktivsten Indonesiens. Und der Wind ist tatsaechlich gewaltig stark, wir muessen aufpassen, dass wir nicht vom Weg geweht werden. Gelohnt hat sich die Tour alleine fuer das Winderlebnis und die gute Nachtwanderung. Der Berg selbst ist nicht so beeindruckend.

Das soll sich am Vulkan Bromo aendern. Nur zwei Naechte spaeter, heisst es frueh aufstehen und einen Kraterrand runterlaufen. Praktischerweise ist das Hotel direkt auf die Kraterwand gebaut und bietet einen Blick auf den Vulkan, was wir aber jetzt im Mondlicht nur erahnen koenen. Ich gehe mit Albert, einem Katalanen, den ich bei der besteigung des Merapi kennengelernt habe, ueber eine topfebene, mit Vuklkanasche bedeckte Flaeche. Vor uns koennen wir die Vulkankegen des Bladok und den rauchenden Kegel des Bromo erahnen. Beide liegen innerhalb eines wesentlich groesseren und aelteren Kraters. Wir sind als einzige unterwegs, was den Eindruck, den die Landschaft auf uns macht, noch verstaerkt.

Da wir zu frueh losgelaufen sind, waten wir eine Stunde an einer windgeschutzten Stelle auf den Sonnenaufgang, eingewickelt in eine Decke, die Albert aus dem Hotel mitgenommen hat. Bei Anbruch der Daemmerung steigen wir die letzten 253 Stufen (was? Stufen? Ja, Stufen. Der Vulkan hat tatsaechlich eine Treppe!) zum Kraterrand und bekommen dabei eine Nase voll Schwefeldaempfe ab, weil der Wind gerade gedreht hat. Ein einzelner Japaner inkurzen Hosen und Flip Flops ist mit uns am Kraterrand, haelt es aber nicht lange aus. Als die Touristenhorden mit Jeeps und Pferden zum Krater kommen, sind wir bereits auf dem Rueckweg. Am Hotel kriegen wir noch ein Fruehstueck mit Blick auf die Vulkanlandschaft.
Quelle: Ingo zur Übersicht...



Weitere Bilder

Albert und Ingo

Vulkan Merapi

Am Bromo Krater

Blick von Merapi

Vulkan Bladok

Sonnenaufgang Bromo

Bromo Krater



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